Die PSP: Sonys Walkman zum Spielen und welches Modell du heute kaufen solltest
Im Dezember 2004 wagte sich Sony in Nintendos Revier: Die PlayStation Portable brachte Breitbild, 3D-Spiele, Musik und Filme in ein einziges Gerät. Hier liest du, wie die PSP entstand, warum die UMD scheiterte, was die fünf Modelle unterscheiden und worauf du heute beim Kauf achten musst.
Steckbrief
| Hersteller | Sony Computer Entertainment |
|---|---|
| Angekündigt | E3 2003, fertiges Gerät gezeigt am 11. Mai 2004 |
| Japan | 12. Dezember 2004, 19.800 Yen (Grundpaket) |
| Nordamerika | 24. März 2005, 249 Dollar (Value Pack) |
| Europa und Deutschland | 1. September 2005, 249,95 Euro (Value Pack), in Großbritannien 179 Pfund |
| Prozessor | Allegrex (MIPS-R4000-Basis), 1 bis 333 MHz |
| Grafik | 166 MHz, 2 MB eingebauter Speicher |
| Arbeitsspeicher | 32 MB (PSP-1000), ab PSP-2000 64 MB |
| Display | 4,3 Zoll, 16:9, 480 × 272 Pixel (PSP Go: 3,8 Zoll) |
| Datenträger | UMD mit bis zu 1,8 GB, dazu Memory Stick |
| Verkauft | über 76,4 Millionen (Sony, Stand 31. März 2012), am Ende laut Presseberichten über 80 Millionen |
| Spiele | 1.370 laut Wikipedia |
| Produktionsende | Japan Juni 2014, Europa Dezember 2014 |
| Letzte Firmware | 6.61 vom 15. Januar 2015 |
Entstehung: Sonys Weg in die Hosentasche
Um die Jahrtausendwende gehörte der Markt für tragbare Konsolen Nintendo. Der Game Boy und seine Nachfolger hatten kaum ernsthafte Konkurrenz. Sony hatte mit der PlayStation die Wohnzimmer erobert, unterwegs spielte die Firma dagegen keine Rolle.
Der erste Versuch war klein. Am 23. Januar 1999 erschien in Japan die PocketStation, eine Speicherkarte für die PS1 mit eigenem Mini-Display und ein paar Knöpfen. Darauf liefen kleine Zusatzspiele. Bis zum Ende im Juli 2002 verkaufte sie sich fast fünf Millionen Mal, nach Europa kam sie aber nie. Ein echter Handheld war sie auch nicht.
Den großen Schritt kündigte Ken Kutaragi an, der als Vater der PlayStation gilt. Auf einer Pressekonferenz vor der E3 2003 stellte Sony die PlayStation Portable vor. Kutaragi nannte sie den "Walkman des 21. Jahrhunderts". Damit war die Richtung klar: Die PSP sollte mehr können als spielen. Musik, Filme und Fotos gehörten von Anfang an zum Konzept. Kutaragi hatte vorher schon die PS2 verantwortet. Deren Geschichte liest du in unserem PS2-Artikel.
Das fertige Gerät zeigte Sony am 11. Mai 2004 auf der E3. Gestaltet hat es Shin'ichi Ogasawara. Das breite Display im Format 16:9, das Steuerkreuz links, die vier Symboltasten rechts und die glänzend schwarze Oberfläche machten die PSP zum Blickfang. Laut Wikipedia war sie der erste ernsthafte Konkurrent für Nintendos Handhelds, nachdem Versuche wie Nokias N-Gage gescheitert waren. Nintendo setzte fast zeitgleich auf ein ganz anderes Konzept: den Nintendo DS mit zwei Bildschirmen, einer davon berührungsempfindlich.
Der Start: Japan, USA und Europa
In Japan kam die PSP am 12. Dezember 2004 in den Handel. Das Grundpaket kostete 19.800 Yen, das Value Pack mit Zubehör 24.800 Yen. Laut Wikipedia gingen am ersten Tag über 200.000 Geräte über den Ladentisch. Der Nintendo DS war zehn Tage vorher erschienen, am 2. Dezember 2004. Das Duell der beiden Handhelds begann also fast gleichzeitig.
In Nordamerika folgte die PSP am 24. März 2005, als Value Pack für 249 Dollar. Laut NBC News verkaufte Sony dort in den ersten zwei Tagen 500.000 Geräte. Europa musste warten. Sony verschob den Start, erst im April 2005 stand der Termin fest.
Deutschland: 249,95 Euro im Value Pack
Am 1. September 2005 war es in Europa so weit. In Deutschland gab es die PSP zum Start nur als Value Pack für 249,95 Euro. Laut ComputerBase lagen darin eine Schutztasche, ein Memory Stick Duo mit 32 MB, der Akku, Kopfhörer mit Kabelfernbedienung, das Netzteil, eine Trageschlaufe und eine UMD mit Videos, Musik und Spiele-Demos. Wer seine PSP im offiziellen Portal registrierte, bekam den Film Spider-Man 2 auf UMD geschenkt.
Der Start lief gut. In Großbritannien verkaufte sich die PSP laut dem Marktforscher Chart-Track in den ersten drei Tagen 185.000 Mal. Das war mehr als doppelt so viel wie beim DS, der in seinen ersten drei Tagen dort auf 87.000 Geräte kam. Zum Start gab es 24 Spiele, an der Spitze der britischen Charts stand Ridge Racer.
Verkaufszahlen: Wie viele PSP gibt es?
Die offizielle Zahl steht bis heute auf der Firmenseite von Sony Interactive Entertainment: mehr als 76,4 Millionen PSP weltweit, Stand 31. März 2012. Dazu kommen mehr als 331 Millionen verkaufte Spiele. Sony zählt dabei ausgelieferte Geräte, also was an den Handel ging (Sell-in).
Danach verkaufte sich die PSP noch zwei Jahre weiter, eine abschließende Zahl hat Sony auf dieser Seite nie nachgetragen. Als Sony im Juni 2014 das Ende in Japan ankündigte, schrieb das Fachmagazin Game Developer von "mehr als 80 Millionen" Geräten. In Foren und Artikeln liest du auch Zahlen um 82 Millionen. Für die war keine offizielle Sony-Quelle auffindbar.
| Region | Verkauft | Stand und Quelle |
|---|---|---|
| Weltweit | über 76,4 Mio. | 31. März 2012, Sony |
| Japan | rund 19 Mio. | April 2013, laut Wikipedia |
| USA | rund 17 Mio. | März 2010, laut Wikipedia |
| PAL-Gebiete (Europa, Naher Osten, Australien, Neuseeland) | über 13,4 Mio. | August 2008, Sony Computer Entertainment Europe |
| Deutschland | keine offizielle Zahl | siehe Text |
Für Deutschland haben wir ernsthaft gesucht: bei Sony, in Pressemitteilungen und in der Fachpresse. Eine belastbare Zahl haben wir nicht gefunden. Deshalb nennen wir hier auch keine Schätzung. Zum Vergleich: Der Nintendo DS kam laut Nintendo bis März 2016 auf 154,02 Millionen Geräte, fast doppelt so viele wie die PSP. Für einen Neuling im Handheld-Geschäft war die PSP trotzdem ein großer Erfolg.
Technik kurz erklärt
Das Herz der PSP ist ein Chip namens Allegrex. Er enthält einen 32-Bit-Prozessor auf Basis des MIPS R4000, der zwischen 1 und 333 MHz takten kann. Spiele durften anfangs nur 222 MHz nutzen. Erst mit der Firmware 3.50 hob Sony diese Grenze auf. Firmware ist die Systemsoftware der Konsole, die Sony per Update verbessert.
Neben dem Hauptprozessor arbeitet die Media Engine, ein zweiter Prozessor für Musik und Video. Der Grafikchip läuft mit 166 MHz und hat 2 MB eigenen, schnellen Speicher. Die erste PSP hat 32 MB Arbeitsspeicher, alle späteren Modelle 64 MB.
- Display: 4,3 Zoll im Breitbildformat 16:9 mit 480 × 272 Pixeln. Das war 2004 für einen Handheld ungewöhnlich groß und scharf.
- WLAN: Alle Modelle außer der E1000 funken nach dem Standard 802.11b. So spielst du mit Freunden im selben Raum oder gehst ins Internet.
- Speicher: Spielstände, Musik und Fotos landen auf dem Memory Stick, Sonys eigenem Speicherkartenformat.
- Akku: Laut Wikipedia hält er je nach Nutzung weniger als drei Stunden (WLAN, volle Helligkeit) bis über elf Stunden (Musik bei ausgeschaltetem Display).
Nur die PSP-1000 hat außerdem eine Infrarot-Schnittstelle (IrDA). Bei allen späteren Modellen hat Sony sie gestrichen.
Die UMD: Kleine Disc, großer Fehlschlag
Für Spiele und Filme erfand Sony ein eigenes Format: die Universal Media Disc, kurz UMD. Das ist eine kleine optische Disc von rund 6 Zentimetern in einer Plastikhülle. Einlagig passen 900 MB darauf, zweilagig 1,8 GB. Gelesen wird sie mit einem roten Laser, die Daten sind verschlüsselt.
Für Spiele funktionierte das gut. Eine gute Nachricht für Sammler: PSP-Spiele auf UMD haben keine Regionssperre. Ein japanisches Spiel läuft auf deiner deutschen PSP. Filme auf UMD tragen dagegen dieselben Regionscodes wie DVDs, Europa ist Region 2.
Warum UMD-Filme scheiterten
Sony wollte die PSP auch als Filmabspieler verkaufen. Große Filmstudios brachten anfangs Titel auf UMD heraus. Das Geschäft brach aber schnell ein. Laut Wikipedia gab es dafür mehrere Gründe:
- Zu teuer: UMD-Filme kosteten oft mehr als dieselben Filme auf DVD und hatten weniger Extras.
- Nur für die PSP: Kein Fernseher, kein DVD-Player und kein PC konnte UMDs abspielen, und es gab keine Brenner dafür.
- Konkurrenz: Im Oktober 2005 kündigte Apple den iPod mit Videofunktion an. Videos gab es dafür bequem zum Herunterladen bei iTunes.
Universal und Paramount zogen sich zurück. 2006 begann laut Wikipedia die US-Handelskette Wal-Mart, UMD-Filme aus den Regalen zu nehmen. 2007 senkte Sony die Preise auf 10 bis 15 Dollar. Die letzten Filme erschienen 2011. Für Sammler sind UMD-Filme heute ein Kuriosum. Erfahrungswert: Auf Flohmärkten tauchen sie oft für wenig Geld auf.
Das Scheitern hatte Folgen für die Hardware. Die PSP Go von 2009 hat gar kein Laufwerk mehr, und auch die PS Vita spielt keine UMDs. Warum es sich trotzdem lohnt, physische Spiele aufzuheben, steht in unserem Artikel "Die Disc stirbt. Wir heben sie auf."
Alle Modelle im Vergleich
Sony hat die PSP in zehn Jahren fünfmal gebaut. Alle Modelle spielen dieselben Spiele, sofern du sie auf das Gerät bekommst. Die Unterschiede liegen bei Gewicht, Display, Speicher, Anschlüssen und beim Laufwerk. Die Modellnummer steht auf dem Typenschild, bei 1000, 2000 und 3000 unter dem Akku. Die letzte Ziffer steht für die Region, deutsche Geräte enden meist auf 4, etwa PSP-3004.
| PSP-1000 | PSP-2000 | PSP-3000 | PSP Go (N1000) | PSP-E1000 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Spitzname | Fat | Slim & Lite | Brite | Go | Street |
| Start Europa | 1. September 2005 | 5. September 2007 | Oktober 2008 | 1. Oktober 2009 | Herbst 2011, nur PAL |
| Startpreis (UVP) | 249,95 € (Value Pack) | 169,95 € | 199 € im Bundle mit einem Spiel, einzeln nicht belegt | 249 € | 99,99 € |
| Gewicht | 280 g | 189 g | 189 g | 158 g | 223 g |
| Dicke | 23 mm | 18,6 mm | 18,6 mm | 16,5 mm | 21,6 mm |
| Display | 4,3 Zoll | 4,3 Zoll, heller | 4,3 Zoll, mehr Farben und Kontrast, entspiegelt, sichtbare Zeilen bei schnellen Bildwechseln | 3,8 Zoll | 4,3 Zoll, Helligkeit nur im Menü |
| Arbeitsspeicher | 32 MB | 64 MB | 64 MB | 64 MB | 64 MB |
| Video-Ausgang | nein | ja, Spiele nur über Komponentenkabel | ja, Spiele auch über AV-Kabel | ja, eigenes Kabel | nein |
| Akku | 1.800 mAh, wechselbar | 1.200 mAh, wechselbar | 1.200 mAh, wechselbar | 930 mAh, fest verbaut | fest verbaut, Kapazität nicht offiziell angegeben |
| Laden per USB | nein | ja | ja | ja | ja |
| WLAN | ja (802.11b) | ja | ja | ja, dazu Bluetooth | nein |
| Mikrofon | nein | nein | ja, eingebaut | ja, eingebaut | nein |
| Speicher | Memory Stick Duo/PRO Duo | Memory Stick PRO Duo | Memory Stick PRO Duo | 16 GB intern plus Memory Stick Micro (M2) | Memory Stick PRO Duo |
| UMD-Laufwerk | ja | ja | ja | nein | ja |
| Lautsprecher | Stereo | Stereo | Stereo | Stereo | Mono |
Daten laut Sony (Pressemitteilungen und Bedienungsanleitungen), ComputerBase und Wikipedia. Die Spitznamen sind in der Szene gebräuchlich. Den Einzelpreis der PSP-3000 zum Start konnten wir nicht belegen, Sony nannte in Europa nur den Bundle-Preis.
PSP-1000: Das Original
Die erste PSP ist die schwerste: 280 Gramm, 23 Millimeter dick. Sie hat den größten Akku mit 1.800 mAh, den du über eine Klappe auf der Rückseite selbst wechselst. Als einzige PSP hat sie eine Infrarot-Schnittstelle. Einen Video-Ausgang gibt es nicht, und laden kannst du offiziell nur mit dem Netzteil.
Zum Start gab es Ärger mit dem Display. Käufer meldeten Pixel, die dauerhaft schwarz oder hell blieben. Sony erklärte im März 2005, eine sehr kleine Zahl solcher Pixel sei bei LCD-Bildschirmen normal und kein Fehler. Wer sich gestört fühlte, konnte in den USA innerhalb der Garantie um einen Tausch bitten.
Das UMD-Laufwerk mit seiner Klappe ist nach zwanzig Jahren eine der Stellen, die du beim Kauf prüfen solltest. Mehr dazu im Abschnitt über typische Defekte.
Für wen: Sammler, die das Original wollen, und alle, denen ein großer, wechselbarer Akku wichtig ist. Wegen des kleineren Arbeitsspeichers ist sie technisch das schwächste Modell.
PSP-2000: Slim & Lite
Am 5. September 2007 kam in Europa die überarbeitete PSP-2000 in die Läden, laut ComputerBase für 169,95 Euro. Sie ist 33 Prozent leichter und 19 Prozent dünner als die erste PSP. Das Display ist laut Wikipedia heller.
Der Arbeitsspeicher wuchs von 32 auf 64 MB, ein Teil davon arbeitet als Zwischenspeicher (Cache). Neu ist auch das Laden per USB am PC oder an der PS3. Der Akku ist mit 1.200 mAh kleiner und flacher als beim Vorgänger. Die Infrarot-Schnittstelle fehlt.
Zum ersten Mal am Fernseher
Die wichtigste Neuerung ist der Video-Ausgang. Hier gibt es aber einen Haken. Laut Sony-Handbuch gibt die PSP-2000 Spiele nur über das Komponentenkabel aus, weil sie Spiele ausschließlich im Vollbildverfahren (progressiv) sendet. Mit dem einfachen AV-Kabel (Composite) oder mit S-Video siehst du nur Videos, keine Spiele. Dein Fernseher braucht also Komponenteneingänge, das sind die drei Buchsen in Grün, Blau und Rot. Je nach Spiel siehst du dabei schwarze Ränder.
Für wen: Alle, die ein leichtes Gerät mit UMD-Laufwerk wollen und die Zeilen im Display der PSP-3000 stören würden.
PSP-3000: Das bessere Display mit Haken
Im Oktober 2008 folgte die PSP-3000, Fans nennen sie oft PSP Brite. Sony Computer Entertainment Europe kündigte sie für den 15. Oktober 2008 an, als Bundle mit einem Spiel für 199 Euro. Es gab sie in Piano Black, Pearl White und Mystic Silver, unter anderem im Paket mit FIFA 09, Buzz! Master Quiz oder einem Harry-Potter-Spiel. Gewicht und Größe entsprechen der PSP-2000.
Das Display ist die große Neuerung. Laut Wikipedia zeigt es mehr Farben, hat den fünffachen Kontrast und halb so lange Reaktionszeiten. Eine Entspiegelung soll bei Sonnenlicht helfen. Dazu kommt ein eingebautes Mikrofon, gedacht für Skype und Sonys Programm Go!Messenger. Am Fernseher laufen Spiele jetzt auch über das einfache AV-Kabel, weil die Konsole auch im Zeilensprungverfahren ausgeben kann.
Die Zeilen im Bild
Kurz nach dem Start bemerkten Käufer feine Linien im Bild, ähnlich wie bei einem Röhrenfernseher. Sony bestätigte im Oktober 2008: Bei Szenen mit starken Helligkeitswechseln können Zeilen sichtbar werden. Das liege an der Hardware des neuen Displays. Weil Sony die Reaktionszeit verbessert habe, um Nachzieheffekte zu verringern, seien die Zeilen stärker zu sehen. Ein Update dagegen werde es nicht geben.
Wie stark dich das stört, ist Geschmackssache. Viele sehen die Zeilen nur in schnellen, dunklen Szenen. Wenn du die Möglichkeit hast, spiel vor dem Kauf ein paar Minuten auf einer 3000.
Für wen: Alle, die ein UMD-Modell am Fernseher nutzen oder das farbigste Display wollen.
PSP Go: Klein, digital und ohne Laufwerk
Die PSP Go war Sonys Wette auf die digitale Zukunft. Sony stellte sie im Juni 2009 vor. In Europa kam sie am 1. Oktober 2009 heraus, für 249 Euro. Das war fast genau so viel wie die erste PSP zum Start, obwohl das Laufwerk fehlte. In Japan kostete sie 26.800 Yen.
Die Go ist mit 158 Gramm die leichteste PSP. Das 3,8-Zoll-Display schiebst du nach oben, darunter liegen Steuerkreuz, Analog-Stick und Tasten. Statt UMD hat sie 16 GB internen Speicher, von dem das System einen Teil belegt. Erweitern kannst du ihn mit dem Memory Stick Micro (M2), laut Wikipedia um bis zu 32 GB. Dazu kommen Bluetooth, womit sich etwa ein DualShock 3 der PS3 verbinden lässt, und ein eingebautes Mikrofon.
Der Akku mit 930 mAh ist fest verbaut. Sony schreibt im Handbuch, er solle nur von Fachpersonal ausgebaut werden. Geladen und verbunden wird über einen eigenen Anschluss an der Unterseite. Für den Fernseher brauchst du ein passendes Kabel für genau dieses Modell, S-Video gibt es bei der Go nicht.
Warum die Go scheiterte
Sony schrieb es selbst in die Pressemitteilung: Inhalte auf UMD lassen sich auf der PSP Go nicht abspielen. Wer eine Sammlung hatte, musste die Spiele digital neu kaufen. Dazu kam, dass laut Shacknews nicht alle Hersteller ihre UMD-Spiele gleichzeitig im PlayStation Store anboten. Die Go verkaufte sich schwach. Am 20. April 2011 bestätigte Sony das Produktionsende in Japan und Europa. In Nordamerika lief die Produktion noch weiter, die PSP-3000 blieb überall im Handel.
Der Haken bleibt bis heute: Neue Spiele bekommst du nur digital, über den Umweg PS3 oder PS Vita. Mehr dazu im Abschnitt über den Store.
PSP-E1000: Die Sparversion nur für Europa
Die letzte PSP kam nur in die PAL-Region, also nach Europa und in andere Länder mit der PAL-Fernsehnorm. Sony stellte sie im August 2011 auf der gamescom in Köln vor, für 99,99 Euro. Laut Pressemitteilung sollte sie ab November 2011 im Handel stehen, Wikipedia nennt den 26. Oktober 2011. Oft heißt sie PSP Street.
Für den niedrigen Preis hat Sony gestrichen:
- Kein WLAN: Kein Internet, kein Store auf dem Gerät, kein Remote Play und kein gemeinsames Spielen mit anderen PSPs im selben Raum.
- Mono-Lautsprecher: Stereo gibt es nur über Kopfhörer.
- Kein Mikrofon und kein Video-Ausgang.
- Keine Helligkeitstaste: Die Helligkeit stellst du im Menü ein.
Die E1000 wiegt 223 Gramm und hat eine matte Oberfläche. Zum Start gab es sie in Schwarz, am 20. Juli 2012 folgte laut Wikipedia eine weiße Version. Der Akku ist fest verbaut. Laut iFixit sitzt er unter einer verschraubten Abdeckung, für den Tausch brauchst du einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher. Laden kannst du per Netzteil oder USB.
Für wen: Wer nur UMDs spielen will und kein WLAN braucht. Für Monster-Hunter-Runden mit Freunden ist sie ungeeignet, weil jede Funkverbindung fehlt.
PlayStation Store, Remote Play und Firmware
Den PlayStation Store gab es direkt auf der PSP ab Oktober 2008 mit der Firmware 5.00. Vorher liefen Downloads über den PC oder die PS3. Am 31. März 2016 schloss Sony den Store auf der PSP selbst.
Im März 2021 kündigte Sony an, die Stores für PS3, PSP und PS Vita ganz zu schließen. Nach Protesten nahm Sony das im April 2021 für PS3 und Vita zurück. Für die PSP blieb es beim 2. Juli 2021. Kurz vorher stellte Sony klar: PSP-Inhalte, die es im Store von PS3 oder PS Vita gibt, kannst du dort weiter kaufen. Auf der PSP holst du bereits gekaufte Spiele über die Download-Liste. Wie lange das so bleibt, entscheidet Sony.
Die letzte Systemsoftware ist die Version 6.61 vom 15. Januar 2015. Seitdem kommen keine Updates mehr.
Remote Play mit der PS3
Schon vor dem Start der PS3 zeigte Sony im Oktober 2006 eine Funktion namens Remote Play. Damit holst du Menü, Musik, Fotos und Videos der PS3 per WLAN auf die PSP, auf Wunsch auch über das Internet. PS1-Spiele ließen sich so auf der PSP spielen. Bei PS3-Spielen klappte das nur selten, eines der wenigen Beispiele auf Disc ist Lair. DVDs, Blu-rays und PS2-Spiele funktionieren nicht. Mehr zur PS3 liest du in unserer PS3-Geschichte.
Spiele und Bestseller
Laut der englischen Wikipedia erschienen in den zehn Jahren 1.370 Spiele für die PSP. Die Spieleliste derselben Seite führt sogar 1.921 Einträge. Die Zahl hängt also stark davon ab, wie man zählt. Insgesamt verkaufte Sony bis März 2012 mehr als 331 Millionen PSP-Spiele.
In Japan war die PSP vor allem eine Monster-Hunter-Maschine. Die Jagd im Team über WLAN wurde dort ein Massenphänomen. Laut Time Extension war Monster Hunter Portable 2nd G mit 2.452.111 Exemplaren das meistverkaufte Spiel Japans im Jahr 2008. Im Westen kennst du es als Monster Hunter Freedom Unite.
| # | Spiel | Publisher, Jahr | Verkauft |
|---|---|---|---|
| 1 | Grand Theft Auto: Liberty City Stories | Rockstar Games, 2005 | 7,5 Mio. (Stand Juli 2013) |
| 2 | Monster Hunter Portable 3rd (nur in Japan erschienen) | Capcom, 2010 | 4,9 Mio. |
| 3 | Gran Turismo | Sony, 2009 | 4,67 Mio. |
| 4 | Ratchet & Clank: Size Matters | Sony, 2007 | 4,4 Mio. |
| 5 | Monster Hunter Freedom Unite | Capcom, 2008 | 3,8 Mio. |
| 6 | God of War: Chains of Olympus | Sony, 2008 | 3,2 Mio. |
| 7 | Crisis Core: Final Fantasy VII | Square Enix, 2007 | 3,1 Mio. |
| 8 | Monster Hunter Freedom 2 | Capcom, 2007 | 2,4 Mio. |
| 9 | Daxter | Sony, 2006 | 2,3 Mio. |
| 10 | Tekken: Dark Resurrection | Namco, 2006 | 2,2 Mio. |
Quelle: Wikipedia-Liste der meistverkauften PSP-Spiele, die Zahlen stammen von den Herstellern und aus verschiedenen Jahren. Capcom-Zahlen laut Capcom Platinum Titles, Stand 30. Juni 2026. Jahr = Erstveröffentlichung. GTA: Vice City Stories fehlt, weil Take-Two nur eine gemeinsame Zahl für PSP und PS2 nennt: über 7 Millionen (Stand 2026).
Liberty City Stories erschien übrigens zuerst auf der PSP und kam erst später auf die PS2. Das zeigt, wie ernst große Publisher die PSP damals nahmen. Serien wie God of War, Metal Gear Solid und Final Fantasy bekamen eigene Teile, die bis heute zu den Höhepunkten ihrer Reihen zählen.
Teure Sammlerstücke
Die meisten PSP-Spiele sind günstig, weil sie in großen Mengen gepresst wurden. Einige PAL-Versionen sind heute aber gesucht. Auffällig oft sind es Horror-Spiele von Konami und späte Titel von Square Enix aus den Jahren 2010 und 2011.
| Spiel (PAL) | Publisher, Jahr | Warum gesucht | Größenordnung komplett |
|---|---|---|---|
| Final Fantasy IV: The Complete Collection, Ausgabe mit Bonusinhalt | Square Enix, 2011 | mit vier Artcards, Putztuch und Schuber | grob 175 US-Dollar |
| The 3rd Birthday, Twisted Edition | Square Enix, 2011 | Sonderausgabe des Parasite-Eve-Ablegers | grob 130 US-Dollar |
| Silent Hill: Shattered Memories | Konami, 2010 | späte Neuinterpretation des ersten Silent Hill | um 100 US-Dollar |
| Castlevania: The Dracula X Chronicles | Konami, 2008 | enthält Rondo of Blood und Symphony of the Night | um 60 US-Dollar |
| The 3rd Birthday (normale Ausgabe) | Square Enix, 2011 | spät erschienen, gefragt bei Fans | um 55 US-Dollar |
| Silent Hill: Origins | Konami, 2007 | Vorgeschichte zum ersten Silent Hill | um 50 US-Dollar |
Preise als grobe Größenordnung laut PriceCharting (PAL-Versionen, komplett mit Hülle und Anleitung, abgerufen am 30.09.2026). PriceCharting rechnet in US-Dollar und wertet vor allem eBay-Verkäufe aus. Lose UMDs sind deutlich billiger, originalverpackte Exemplare deutlich teurer.
Solche Preise schwanken stark. Such deshalb auf eBay nach dem Titel und setz den Filter "Verkaufte Artikel". Dann siehst du, was wirklich gezahlt wurde. Achte auch auf die Region: Die US-Version kann viel mehr oder viel weniger kosten als die PAL-Version. Spielen kannst du beide, weil PSP-Spiele regionsfrei sind. Erfahrungswert: Bei teuren Spielen lohnt immer ein genauer Blick auf Hülle, Anleitung und Disc, damit du weißt, was du kaufst.
Ende, Nachfolger und Vermächtnis
Der Nachfolger PS Vita kam am 17. Dezember 2011 in Japan und am 22. Februar 2012 in Europa auf den Markt. Sie spielt PSP-Spiele, aber nur digitale Versionen aus dem Store. Ein Laufwerk für UMDs hat sie nicht. In Japan gab es dafür das Programm UMD Passport: Wer eine UMD besaß, bekam die digitale Version für die Vita günstiger. Nach Europa kam das Programm nicht.
Die PSP lief noch eine Weile neben der Vita weiter. Im Juni 2014 endete der Verkauf in Japan, im Dezember 2014 war laut Wikipedia auch in Europa Schluss. Das letzte Spiel erschien im Juli 2016.
Ein Schatten lag über der PSP: Raubkopien. 2009 sagte Sonys Marketing-Chef Peter Dillon, Piraterie habe zu niedrigeren Verkäufen geführt als erhofft. Dazu kam die starke Konkurrenz des DS, der mehr Entwickler anzog und auch Leute erreichte, die sonst kaum spielten.
Was von der PSP bleibt
Trotzdem hat die PSP viel bewegt. Sie hat gezeigt, dass große 3D-Spiele unterwegs funktionieren. Monster Hunter wurde auf ihr in Japan zum Massenphänomen. Und sie war ein Multimedia-Gerät für die Hosentasche, bevor Smartphones das übernahmen. Für Sammler ist sie heute ein Glücksfall: Die Konsolen sind leicht zu finden, und viele der besten Spiele kosten wenig.
Welche PSP passt zu dir?
Ab hier geht es um den Kauf. Die wichtigste Frage zuerst: Willst du UMDs spielen oder digital? Danach entscheiden Fernseher, WLAN und Budget.
| Dein Wunsch | Unsere Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Einfach UMDs spielen, gutes Allround-Gerät | PSP-2000 oder PSP-3000 | leicht, 64 MB, USB-Laden, WLAN |
| Am Fernseher spielen, alter TV mit AV-Eingang | PSP-3000 | gibt Spiele auch über das einfache AV-Kabel aus |
| Helles Bild ohne Zeilen | PSP-2000 | kein Zeilenproblem wie bei der 3000 |
| Möglichst klein, Spiele digital | PSP Go | 158 g, 16 GB intern, Bluetooth |
| Kleines Budget, nur allein spielen | PSP-E1000 | UMD-Laufwerk, aber kein WLAN |
| Sammeln, das Original erleben | PSP-1000 | erste Bauform, großer wechselbarer Akku |
| Remote Play mit der PS3 | alle außer E1000 | braucht WLAN |
Faustregel: Für Einsteiger ist eine gut erhaltene PSP-2000 oder 3000 die sicherste Wahl. Die Go lohnt sich vor allem, wenn du den digitalen Weg über PS3 oder Vita gehen willst.
Typische Defekte und was sie an Aufwand kosten
Die jüngste PSP ist heute über zehn Jahre alt, die älteste über zwanzig. Diese Schwachstellen solltest du kennen:
| Defekt | Woran du ihn erkennst | Aufwand |
|---|---|---|
| Aufgeblähter Akku | Akkudeckel steht ab, Gehäuse wölbt sich, Display wird von hinten gedrückt | 1000 bis 3000: Akku tauschen, einfach. Go und E1000: Gerät öffnen |
| Analog-Stick ausgeleiert | Kappe abgenutzt, Stick wackelt oder reagiert ungenau | Ersatzteil günstig, Einbau heißt fast komplett zerlegen |
| UMD-Laufwerk | UMD wird nicht erkannt, klemmt oder lädt sehr lange, Klappe schließt nicht | Reinigen oft möglich, sonst Laufwerk tauschen |
| Pixelfehler, Displayschäden | schwarze oder helle Punkte, Streifen, Kratzer | Display tauschen, mittlerer Aufwand |
| Go: Schiebemechanik | Oberteil wackelt, Tasten reagieren beim Schieben nicht | Schiene und Flachbandkabel, eher Werkstatt |
| Go: Ladebuchse, M2-Slot | lädt nur in bestimmter Kabelstellung, Speicherkarte wird nicht erkannt | Reinigen oder Buchse tauschen |
Der Aufwand ist eine Faustregel. Die Go-Fehler nennt unter anderem die Reparaturwerkstatt Videogame 911, die anderen stammen aus iFixit, Sony-Handbüchern und Presseberichten.
Der aufgeblähte Akku
Das ist einer der bekanntesten Fehler bei alten PSPs. Lithium-Ionen-Akkus altern auch, wenn niemand sie benutzt. 2020 berichtete TechRadar über viele PSPs, deren Akkus sich so stark aufgebläht hatten, dass sie das Gehäuse sprengten. Sony schreibt in seinen Handbüchern: Wölbt sich der Akku, sofort austauschen. Bei Go und E1000 warnt Sony ausdrücklich, dass sich der eingebaute Akku mit dem Alter wölben kann.
Einen aufgeblähten Akku nicht weiter laden und nicht aufstechen. Nimm ihn heraus, wenn das ohne Gewalt geht, und bring ihn zur Sammelstelle für Altbatterien. Kauf eine PSP mit gewölbtem Gehäuse nur, wenn der Preis den Tausch einrechnet.
Analog-Stick und UMD-Laufwerk
Laut iFixit neigen die Analog-Sticks dazu, locker und ungenau zu werden. Ersatz gibt es, er passt aber nicht in jedes Modell. Achte beim Kauf darauf, dass das Teil für deine Modellnummer gedacht ist. Bei der PSP-3000 hängt der Stick an einem Flachbandkabel. Um heranzukommen, musst du laut iFixit Akku, Frontschale, Display und Schultertasten ausbauen.
Liest das Laufwerk keine UMD, liegt es laut iFixit oft an der Disc, an einem defekten Schalter der Klappe oder an einer verschmutzten Linse. Die Linse lässt sich vorsichtig mit Isopropylalkohol und Wattestäbchen reinigen. Wenn du das noch nie gemacht hast, lass es beim ersten Mal lieber jemanden zeigen, der es kann.
Akku, Netzteil, Speicher und Fernseher
Netzteil: 5 Volt
Alle PSPs laden mit 5 Volt Gleichstrom. Das zeigen die Sony-Handbücher. Die Netzteile für PSP-3000, Go und E1000 liefern laut Sony 5 Volt bei höchstens 1,5 Ampere. Nimm ein Netzteil mit genau 5 Volt und passendem Stecker. Ein falsches Netzteil mit höherer Spannung kann die Konsole beschädigen. Die PSP-2000, 3000, Go und E1000 laden auch per USB am PC. Die Go braucht dafür ihr eigenes Kabel.
Akkus und Nachbauten
Akkus sind modellgebunden. Die PSP-1000 nutzt ein dickeres Pack mit 1.800 mAh, PSP-2000 und 3000 ein flacheres mit 1.200 mAh. Sony schreibt im Handbuch, du sollst nur den mitgelieferten Akku oder einen Ersatz verwenden, der für dein Modell gekennzeichnet ist. Erfahrungswert: Viele Nachbau-Akkus versprechen mehr Kapazität, als sie liefern, und manche sind schlecht verarbeitet. Kauf bei Händlern mit Rückgaberecht und lies Bewertungen, bevor du bestellst.
Speicherkarten
Die PSP-1000 bis 3000 und die E1000 nehmen den Memory Stick PRO Duo, die Go den Memory Stick Micro (M2). Es gibt auch Adapter, mit denen sich andere Speicherkarten im Memory-Stick-Schacht nutzen lassen. Wie gut so ein Adapter funktioniert, hängt vom Adapter ab. Lies vor dem Kauf Erfahrungsberichte zu deinem Modell. Erfahrungswert: Bei auffällig günstigen Speicherkarten auf Marktplätzen sind Fälschungen dabei, die mehr Speicher anzeigen, als sie wirklich haben.
PSP am Fernseher
Die PSP hat kein HDMI. PSP-2000, 3000 und Go geben das Bild analog aus. Moderne Fernseher haben diese Eingänge oft nicht mehr. Dann brauchst du einen Wandler. Erwarte kein gestochen scharfes Bild: Die PSP rechnet mit 480 × 272 Pixeln, auf einem großen Fernseher wirkt das weich, und das Spielbild hat oft schwarze Ränder.
Einsteigerspiele: gut und meist günstig
Diese Spiele sind große Namen, wurden oft verkauft und sind deshalb gebraucht meist leicht zu finden. Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht. Prüf sie mit dem eBay-Filter "Verkaufte Artikel".
| Spiel | Jahr | Warum |
|---|---|---|
| Lumines | 2004 | Puzzlespiel mit Musik, perfekt für kurze Runden |
| Grand Theft Auto: Liberty City Stories | 2005 | das meistverkaufte PSP-Spiel, eine ganze Stadt in der Hosentasche |
| LocoRoco | 2006 | Kippspiel mit fröhlichen Blobs, ideal für Einsteiger |
| Crisis Core: Final Fantasy VII | 2007 | Vorgeschichte zu Final Fantasy VII |
| Patapon | 2007 | Rhythmus und Strategie, sehr eigenständig |
| God of War: Chains of Olympus | 2008 | zeigt, was die PSP grafisch kann |
| Monster Hunter Freedom Unite | 2008 | das Spiel, das die PSP in Japan groß gemacht hat |
| Metal Gear Solid: Peace Walker | 2010 | ein vollwertiges Metal Gear für unterwegs |
Jahr = Erstveröffentlichung, in Europa oft einige Monate später.
Checkliste vor dem Kauf
- Modellnummer prüfen: Steht hinten oder unter dem Akku. Lass sie dir beim Online-Kauf fotografieren.
- Akku ansehen: Liegt der Deckel flach auf? Ist das Gehäuse gewölbt? Bei der Go auf Spalten zwischen den Gehäuseteilen achten.
- Ohne Netzteil einschalten: Läuft die PSP nur am Kabel, ist der Akku am Ende.
- Display prüfen: Auf weißem und schwarzem Hintergrund nach Pixelfehlern, Streifen und Kratzern suchen.
- UMD testen: Eine UMD einlegen, das Spiel starten und ein paar Minuten spielen. Die Klappe muss sauber schließen.
- Alle Tasten und den Stick testen: Am besten in einem Spiel, das den Analog-Stick nutzt.
- Go: Mehrmals auf- und zuschieben. Nichts darf wackeln oder knirschen, alle Tasten müssen in beiden Stellungen reagieren.
- WLAN testen: Unter Einstellungen nach Netzwerken suchen lassen, falls du Remote Play oder den Download nutzen willst.
- Zubehör klären: Netzteil mit 5 Volt, bei der Go das eigene USB-Kabel, dazu eine Speicherkarte.
- Konto: Bei einer Go fragen, welche Spiele installiert sind und zu welchem Konto sie gehören.
- Preis einschätzen: Auf eBay mit dem Filter "Verkaufte Artikel" vergleichen, keine Wunschpreise übernehmen.
Viele gute PSP-Funde machst du auf dem Flohmarkt, oft mit einer Tasche voller UMDs dabei. Worauf du dort achten musst, steht im Flohmarkt-Check.
Gebrauchte Geräte findest du zum Beispiel auf eBay: Sony PSP auf eBay*. Was zuletzt wirklich bezahlt wurde, zeigen die verkauften Angebote*. Vergleich immer Geräte im gleichen Zustand.
* Werbelink: Wenn du über einen markierten Link kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht.
Häufige Fragen zur PSP
Laufen japanische oder amerikanische PSP-Spiele auf einer deutschen PSP?
Ja. PSP-Spiele auf UMD sind regionsfrei. Nur UMD-Filme haben Regionscodes wie DVDs.
Kann ich meine UMDs auf der PSP Go spielen?
Nein. Die Go hat kein Laufwerk, Sony bestätigt das in der Pressemitteilung zum Start. Das bekannte Programm UMD Passport galt nur in Japan und nur für die Vita.
Wie komme ich heute an Spiele für die PSP Go?
Laut Sony kaufst du PSP-Inhalte, die noch angeboten werden, im Store von PS3 oder PS Vita. Auf der PSP lädst du sie dann über die Download-Liste herunter. Bereits gekaufte Spiele kannst du dort ebenfalls erneut laden.
Was ist mit den Streifen im Display der PSP-3000?
Das sind die bekannten Zeilen bei schnellen Helligkeitswechseln. Sony hat sie 2008 als Eigenschaft der Hardware bestätigt. Ein Defekt ist das nicht, beheben lässt es sich aber auch nicht.
Welches Netzteil brauche ich?
Eins mit 5 Volt Gleichstrom und passendem Stecker. Sony nennt für PSP-3000, Go und E1000 Netzteile mit 5 Volt und höchstens 1,5 Ampere. Die Modelle ab der 2000 laden außerdem am USB-Anschluss eines PCs, die Go mit ihrem eigenen Kabel.
Quellen
- Wikipedia (englisch): PlayStation Portable
- Wikipedia (englisch): PlayStation Portable hardware
- Sony Interactive Entertainment: Business Data & Sales
- VGChartz: Sony Reveals Hardware and Software Figures (2019)
- Game Developer: After 80 million units sold, the PSP is finally discontinued (2014)
- ComputerBase: Sony PSP in Europa ab 1. September (2005)
- AreaDVD: Sony PlayStation Portable ab 1. September auch in Europa (2005)
- NBC News: Sony sells 500,000 PSPs in 2 days (2005)
- The Register: Sony PSP sets UK console sales record (2005)
- Time Extension: It's Time to Celebrate the PSP, Sony's 21st Century Walkman
- Wikipedia (englisch): PocketStation
- Wikipedia (englisch): Nintendo DS
- Wikipedia (englisch): Universal Media Disc
- ComputerBase: Details zur neuen PSP und ihrer Zukunft (2007)
- PSP-Handbuch: Videoausgabe bei der PSP-2000
- PSP-Handbuch: Videoausgabe bei PSP-3000 und PSP Go
- Speed Demos Archive Knowledge Base: PSP (Videoausgang je Modell)
- Sony: Pressemitteilung zur PSP-3000 (2008)
- The Register: Sony powerless to fix PSP screen problem (2008)
- Sony: Pressemitteilung zur PSP Go (2009)
- Shacknews: Sony officially discontinues PSP Go in Japan, Europe (2011)
- Sony: Pressemitteilung zur PSP-E1000 (2011)
- Vita Player: E1000, The Forgotten European Variant of the Sony PSP
- Sony: Safety and Support PSP-3004 (PDF)
- Sony: Bedienungsanleitung PSP-N1004 PSP Go (PDF)
- Sony: Bedienungsanleitung PSP-E1004 (PDF)
- ManualsLib: Sony PSP-1004, technische Daten
- Wikipedia (englisch): PlayStation Store
- PlayStation LifeStyle: PS3 and Vita PlayStation Stores Will Not Close After All (2021)
- Video Games Chronicle: The PSP store closes today (2021)
- Wikipedia (englisch): PlayStation Portable system software
- Wikipedia (englisch): Remote Play
- Wikipedia (englisch): List of PlayStation Portable games
- Wikipedia (englisch): List of best-selling PlayStation Portable video games
- Wikipedia (englisch): Grand Theft Auto: Liberty City Stories
- Capcom: Platinum Titles
- RockstarINTEL: New GTA Vice City Stories Sales Figures Revealed (2026)
- PriceCharting: PAL PSP
- PriceCharting: Final Fantasy IV Complete Collection, Bonus Content Edition (PAL)
- PriceCharting: Silent Hill Shattered Memories (PAL)
- PriceCharting: Castlevania The Dracula X Chronicles (PAL)
- PriceCharting: The 3rd Birthday (PAL)
- PriceCharting: Silent Hill Origins (PAL)
- Wikipedia (englisch): Castlevania: The Dracula X Chronicles
- Wikipedia (englisch): PlayStation Vita
- Push Square: Sony Announces PSP-Vita UMD Passport Program For Japan (2011)
- GameSpot: Sony responds to PSP dead-pixel reports (2005)
- TechRadar: PSP owners beware, check your battery (2020)
- iFixit: PSP 3000 Troubleshooting
- iFixit: PSP 300x Analog Stick Replacement
- iFixit: PSP E1000 Battery Replacement
- iFixit: PSP 1000 Troubleshooting
- Videogame 911: PSP Go Repair (typische Fehler)